„Du nervst!“ Die vier Temperamente und warum das Wissen darüber deine Beziehung retten kann

Wie tickst du und wie tickt dein Partner? Sanguinisch-fröhlich, melancholisch-pessimistisch, cholerisch-aufbrausend oder phlegmatisch-entspannt?  In den nächsten Wochen wird in Beziehungen vieles sichtbar werden, was wir bisher sorgfältig unter den Teppich gekehrt hatten – Positives wie Negatives. Manche werden sich wundern, mit wem sie zusammenwohnen. Wer nun viel Zeit zusammen  im Home-Office verbringt oder den Arbeitsalltag neu organisieren muss, hat eine einmalige Gelegenheit, den eigenen Partner nochmal ganz neu kennen zu lernen.  Und sich im besten Fall nochmal neu zu verlieben.

Da gibt es die unverbesserlichen Optimisten, die auch aus der schwierigsten Situation noch das Beste herausholen.  Andererseits diejenigen, die sowieso schon immer bevorzugt das Negative gesehen haben und sich nun in allem bestätigt fühlen. Andere krempeln die Ärmel hoch und aktivieren ungeahnte Energiereserven und eine weitere Gruppe lehnt sich einfach entspannt zurück und wartet ab. Menschen haben unterschiedliche Temperamente, das hat bereits der griechische Arzt Hippokrates beschrieben.  Auch wenn wir alle einzigartig sind, es gibt bestimmte Charaktereigenschaften, die uns zutiefst prägen. Vor über 2000 Jahren hat Hippokrates vier Haupt-Temperamentstypen beobachtet, untersucht und dargestellt. Das Wissen darum ist heutzutage nicht mehr allzuweit verbreitet, doch es kann meiner Ansicht nach viele Beziehungen retten, deshalb arbeite ich gerne damit. Hier eine kurze Übersicht über die vier Typen:

Sanguiniker sind die gut gelaunten, redeseligen und quirligen Menschen, die überall im Mittelpunkt stehen und bei allen beliebt sind. Dieser Temperaments-Typ ist der positivste von allen, allerdings auch der oberflächlichste und unorganisierteste. Die gute Laune der Sanguiniker ist ansteckend, doch mit ihrem vielen Reden können sie auch anstrengend sein, dazu sind sie vergesslich und verlieren schnell die Lust an etwas, wenn sie nicht gleich einen Erfolg sehen.

Melancholiker kommen bereits mit schlechter Stimmung auf die Welt. Ihr latenter Pessimismus resultiert aus einem großen Wunsch nach Struktur und einem starken Perfektionismus, der natürlich nie befriedigt werden kann. Wenn man eine Aufgabe erledigt haben will, sollte man einen Melancholiker beauftragen, denn er wird die Sache sicher zu Ende bringen. Die Melancholiker sind mit ihrer häufigen schlechten Laune nicht unbedingt beliebt, sie sind aber sehr zuverlässig und daher gerade für Sanguiniker attraktiver Partner.

Das Grundgefühl des Cholerikers ist: „wo ich bin, ist vorne“. Choleriker zeichnen sich vor allem durch einen sehr starken Willen aus und durch die Fähigkeit, in jeder Situation anzupacken und Führung zu übernehmen.  Sie sind allerdings sehr ungeduldig und werden schnell wütend, wenn andere Menschen ihren hohen Maßstäben nicht genügen. Choleriker sind die geborenen Anführer, sie können sich allerdings so gut wie gar nicht anpassen.

Phlegmatiker schieben grundsätzlich eine ruhige Kugel und warten erst mal ab. Sie sind perfekte Team-Player, da sie mit allen Temperamenten gut auskommen, grundsätzlich eine Aura von Tiefenentspanntheit ausstrahlen und  sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Ihre Schattenseite ist freilich, dass sie nur schwer aus dem Quark kommen, körperlich wie geistig wenig beweglich und gleichzeitig Meister darin sind, Dinge auszusitzen. Wer sehr unternehmenslustig ist, könnte bei einem Phlegmatiker schnell an seine Grenzen stoßen. Dennoch ist dieser Typ gerade auch deshalb attraktiv, weil man bei ihm entspannen und locker lassen kann.

Ein Großteil der Konflikte in Beziehungen rührt daher, dass die Partner unterschiedliche Temperamente haben und sich gegenseitig damit auf die Nerven gehen. Beispiel: Ein Sanguiniker wird die Spülmaschine immer „irgendwie“ und möglichst schnell einräumen (damit diese lästige Aufgabe erledigt ist). Für Melancholiker hingegen ist wichtig, dass die Spülmaschine „richtig“ eingeräumt ist. Melancholiker lieben Strukturen und Perfektion. Ich habe mal mit einem Melancholiker gesprochen, der meinte, er hätte sämtliche Winkel der Wasserdüsen untersucht und ein Spülmaschinen-Einräum-System entwickelt, damit selbst beim Minimal-Energiesparprogramm alles optimal sauber wird. Ein Sanguiniker kann über sowas nur den Kopf schütteln. Unterschiedliche Temperaments-Typen finden sich aber unbewusst auch attraktiv und diese Beziehungen können auch sehr gut funktionieren, weil sie sich ergänzen. Der aufbrausende Choleriker fühlt sich beim ruhigen Phlegmatiker wohl, weil er durch ihn runterkommen kann, umgekehrt kann einem Phlegmatiker nichts Besseres passieren als ein cholerischer Partner, der ihm immer wieder in den Hintern tritt und ihn aktiviert. Sich zu ergänzen funktioniert aber nur, wenn man die Stärken des anderen kennt und anerkennt und mit den Schwächen umzugehen lernt.

Das Wissen um die vier verschiedenen Typen ist anwendbar für Beziehungen, für Familien und Teams jeder Art und ich möchte es dir gerne näher vorstellen. Diese Woche Donnerstag um 21:00 Uhr startet meine Webinar-Reihe „Sex-Love-Power“ und im ersten Teil spreche ich über die verschiedenen Temperamente und wie sie deine Beziehung und dein Sexleben beeinflussen.  Es wird lustig und informativ und bringt eine Menge Erleichterung in deine Bezieung. Lass dich überraschen!

HIER kannst du dich für das kostenlose Webinar registrieren: https://zoom.us/webinar/register/WN_givYx5rwRKumJZZwr8Ri8A