Sex – Love – Power! Neue Webinare, ein heißes Tagesseminar, ein Interview über nackte Tatsachen und meine erste wissenschaftliche Studie

Auf einer Skala von 1 bis 10 … wie zufrieden bist du mit deinem Sexleben?
Diese Frage habe ich meinen Leserinnen und Lesern vor 8 Jahren in meinem Buch „gesundgevögelt“ zum ersten Mal gestellt. Seitdem frage ich immer wieder in meinen Vorträgen und Lesungen danach, zuletzt habe ich es auch in meinem letzten Blogartikel vor drei Monaten getan. Natürlich stelle ich mir die Frage selber auch immer wieder. Ganz ehrlich: ich habe noch nie einen so schlechten Wert erreicht wie in diesem Jahr. 2020 ist sextechnisch für mich eine Katastrophe. Nicht, weil ich mich mit meinem Mann streite oder wir uns anöden, im Gegenteil. Nein, ein wichtiger Teil meines sexuellen Selbstausdruckes liegt seit Mitte März brach und langsam krieg ich echt die Krise. Ich meine damit den Besuch von „öffentlichen“ Orten wie Clubs und Parties und dort bis zur Extase zu tanzen, Freunde zu treffen, und mich bzw. uns von der erotischen Stimmung inspirieren zu lassen. Seit März fällt das alles komplett weg. Tanzen ist ja selbst ohne Erotik nicht erlaubt. Klar, manche Clubs bieten wenigstens Gastronomie an, und erotisch essen zu gehen mit anschließendem Rückzug in eines der Clubzimmer steht auf meiner To-Do Liste für Oktober. Wenigstens etwas. Aber es ist einfach nicht das Gleiche. Das beschäftigt nicht nur mich, sondern viele meiner Freunde, die von diesem Geschäft leben und existentiell bedroht sind.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich so schnell nicht unterkriegen lasse. Wie heißt es so schön: Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus (oder frag nach Salz und Tequila ;-)).
Ich stürze mich an sofort wieder volle Pulle ins Sexual Coaching Business – mit Lesungen, Webinaren, einem Tagesseminar und meiner ersten wissenschaftlichen Studie. Und ich plane ein sehr spezielles Event, darüber berichte ich im nächsten Newsletter. Zwischenzeitlich habe ich ein sehr interessantes Interview mit einem Paar geführt, das unter anderem gerne Zeit komplett nackt im Wald verbringt. Welche Erkenntnisse die beiden daraus für ihr Leben und auch für die aktuelle Situation ziehen, dazu mehr weiter unten. Jetzt erst mal die Termine:

Am 10. Oktober gibt es endlich wieder eine „gesundgevögelt“ – Lesung von mir. Ich bin eingeladen zum Eröffnungs-Event des brandneuen „Pi 32“ in Hannover. Dort biete ich für alle interessierten Paare auch 30-minütige Impuls-Coachings an. Schaut unbedingt mal rein: www.pi32.de

Ab Mitte Oktober biete ich wieder regelmäßig Webinare Donnerstags um 21:00 Uhr an. Am 15. Oktober gehts los – diesmal zum Thema „Let´s talk about Sex – wie kann ich meinem Partner/Partnerin sagen, was ich wirklich will?“ Ab sofort ist die Anmeldung für das Webinar -Re-opening auf Zoom HIER möglich.

Wer live und zusammen mit Partner bzw. Partnerin das nächste Level in Beziehung und Sex erreichen will, kommt am 24. Oktober nach Oberhaching bei München zu meinem „Happy F*cking“ Tages-Seminar. Dort erwarten euch: AHA-Effekte, Spaß, Austausch und ein neuer Blickwinkel sowie eine eine tiefere Verbindung zu eurem Lieblingsmenschen. Infos/Flyer dazu HIER oder auf Anfrage in einem kurzen Telefonat, Terminvereinbarung unter https://calendly.com/susanne-wendel/discovery-call

Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal seit Februar wieder an der Uni, mein Studium der angewandten Sexualwissenschaft fortführen. In diesem Wintersemester beschäftige ich mich mit praktischer Forschung und bin dabei, eine kleine Projektstudie zu erstellen, die Mitte Oktober online geht. Ich möchte herausfinden, wie es den Menschen geht, die wie ich gerne ab und zu in Clubs & Co gehen und das seit März nicht mehr können. Es gibt bereits eine große allgemeine Studie der Uni Wien zu Liebe, Sex und Intimität, die zeigt, dass viele Menschen in diesem Jahr deutlich weniger Sex haben, dass sogar rund 10% durch den Lockdown psychische Gewalterfahrungen (Drohungen, Beschimpfungen, Kontrolle usw.) gemacht haben. Gleichzeitig ist ein kleiner Anteil von Leuten experimentierfreudiger und hat mehr Sex. Insgesamt sind die Menschen deutlich monogamer geworden. Mehr Infos dieser Studie auf der Seite der Studienleiterin Dr. Barbara Rothmüller http://barbararothmueller.net. Was vor allem massiv zugenommen hat, ist „online- Sex“, also das Verschicken von erotischen Bildern und Texten sowie der Verkauf von Sextoys. Teilweise berichten die Anbieter von Steigerungen bis zu 300%.

Doch all die Unternehmer, die Räume für reale Begegnungen angeboten haben, schauen dieses Jahr in die Röhre, und noch dazu auf unbestimmte Zeit. Deshalb möchte ich wissen: was machen denn eigentlich deren Kunden? Sind sie auf Sextoys umgestiegen? Verzichten sie? Wie geht es ihnen damit? Meine Studie geht Mitte Oktober online, bitte jetzt schon vormerken, sie wird auf der Seite www.liebe-in-der-krise.info veröffentlicht.

Last bu not least zeige ich euch hier ein sehr interessantes Intverveiw mit Vera und Roman Lasota. Die beiden sind Naturisten, Vera ist Künstlerin und bietet unter anderem Bodypaintings an. Mich hat interessiert: Was genau sind eigentlich Naturisten und was macht es mit einem Menschen, wenn er sich öfter mal in seiner „natürlichen Form“, also komplett nackt, zeigt? Das hat mich so neugierig gemacht dass ich es unbedingt mal ausprobieren will! HIER das komplette Interview 🙂
Mehr über das Thema Naturismus findet ihr HIER

In diesem Sinne wünsche ich euch einen inspirierenden Tag, mehr auf diesem Kanal in Kürze!

Viele Grüße
Eure Susanne