Warum ich mich ab sofort nicht mehr „Key Note Speaker“ nenne

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, Geschäftspartner, Fans und Follower,

Manchmal passieren Lernen und Erkenntnis dann wenns weh tut. Manchmal muss man erst mit dem Kopf gegen die Wand laufen, um zu merken, dass die Wand härter ist als der Schädel. Wenn man es dann aber endlich geschnallt hat, kann etwas wunderbares passieren, nämlich die Erkenntnis, dass der Weg in die andere Richtung frei ist.  Und dann fragst du dich, warum du eigentlich gegen die Wand gerannt bist. Ich habe vor zwei Jahren mal einen Positionierungs-Kurs mitgemacht, und damals war mir eigentlich schon klar, dass ich mehr Angebote für meine Buchleser brauche – Seminare, Kurse, Retreats, Coaching usw.. Denn ich habe zu diesem Thema unglaublich viel zu sagen und verfüge neben Expertenwissen über die besten Coaching-Tools am Markt. Dennoch war meine Positionierung vor allem auf Vorträge in Firmen für Mitarbeiter und Führungskräfte ausgerichtet, und ich habe mich viel zu wenig um die Leute gekümmert, bei denen ich mit meiner Arbeit real am meisten bewirken kann. Weil ich immer auf die großen Bühnen wollte. Für Vorträge in der Corporate World wird viel Geld bezahlt und ich weiß, dass ich große Auditorien begeistern kann. Ich habe mich über viele Jahre verführen lassen von der Aussicht auf hohe vierstellige Speaker-Honorare (die ich vereinzelt auch bekommen habe) und von Menschen, die mir weismachen wollten, dass sie meine Vorträge – ebenfalls gegen viel Geld natürlich –  an Firmen vermitteln können.

Dann ist im Januar diesen Jahres etwas passiert, das mir die Augen geöffnet hat. Ich habe auf einer Bühne gesprochen mit einem Publikum aus Speaker-Agenturen, Speaker-Einkäufern von Unternehmen und anderen Speakern. Und ich habe mit jeder Faser meines Körpers gemerkt, dass das nicht meine Welt und auch nicht mein Publikum ist. Mein Vortrag war dementsprechend ganz okay, aber nicht brillant. Die Energie im Raum war skeptisch, beobachtend, verhalten, politisch korrekt. Weit entfernt von geil. Ich habe es nicht geschafft, meine Begeisterung rüber zu bringen. Die Feedbacks hinterher gemischt, manche fanden es gut und haben mich für meinen Mut bewundert, offen übers vögeln und Frauengemeinheiten zu sprechen, andere haben sich daran gestört, dass meine Power Point nicht das Format 16:9 hatte. Und ich habe mich gefragt: brauche ich das eigentlich? Will ich das? Mich in einen Wettbewerb stellen, wo ich hinterher – kein Witz – mit Schulnoten bewertet werde? Und dafür auch noch Geld bezahlen? Mich vor einem Publikum prostituieren, das letztenendes gar kein Interesse daran hat, Menschen wirklich in die Freiheit zu reißen? Denn seien wir doch mal ehrlich: Große Firmen wollen keine Mitarbeiter mit echtem Freigeist, denn dann hätten sie schnell keine mehr. Mein Thema ist aber Freiheit. Meine feste Überzeugung: wenn man es schafft, sexuell frei zu sein, ist der Weg für alle anderen Bereiche auch frei, hier sitzt einer der größten Hebel. Doch Unternehmen sind nicht die richtige Plattform dafür, die werden einen Teufel tun, sich zu sehr in das Privatleben ihrer Mitarbeiter einzumischen und an dieser Schraube zu drehen – obwohl das vielleicht sogar die wichtigste wäre. Meine Überzeugung: Burnout hat bei weitem nicht nur mit Stress im Job zu tun…
Dieses Erlebnis bei diesem Speaker-Event war für mich eine – nun ja –  Ent-Täuschung. Und das krasse Gegenteil zu dem von mir moderierten Talk auf dem sinnlichen Weihnachtsmarkt im Dezember. Denn da waren Begeisterung, „Sex“ und Spaß im Raum und auf der Bühne, da hat die Luft vor Energie geknistert, und ich konnte sogar die verschiedene Orgasmus-Modi nach Sexocorporel life darstellen, so neugierig und gut gelaunt war das Publikum. Es war- wie soll ich sagen – extatisch! (In Kürze gibts das Video dazu, freut euch schon mal drauf ;-))

Ich habe beschlossen, dass ich lieber Extase mag als Feedbacks zu Power Point. Ich überarbeite gerade meine Homepage, da findet ihr spätestens Ende Februar neue Angebote, und ich habe endlich ein Tages-Seminar kreiert, bei dem jeder mitmachen kann, der neugierig darauf ist, den besten Sex des Lebens zu haben. Ich verabschiede mich von den Key-Note-Vorträgen in Unternehmen und gestalte zukünftig meine eigenen Bühnen – zusammen mit den Menschen, die auch Lust auf extatische Events haben. Natürlich sind auch Führungskräfte, Personaler und Vorstandsvorsitzende eingeladen. Aber eben nur privat.

Ich persönlich coache ja am liebsten Unternehmer und Unternehmerpaare. Denn die sind bereits deutlich freier als alle anderen. Sie sind gewohnt sich weiter zu bilden, im Bereich Finanzen, Verkaufen, Persönlichkeitsentwicklung, Kindererziehung…. der Weg zum Thema Sex als Weiterbildung ist nicht soo weit. Nur ist in diesem Bereich das Weiterbildungsangebot noch sehr überschaubar. Und wenn, dann ist es oft auf irgendeine Weise ideologisch oder kirchlich (!) geprägt oder man kauft gleich eine Philosophie mit ein (zum Beispiel beim Tantra). Oder man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes ausziehen. Der Markt ist schwer durchschaubar. Paare gehen in der Regel nur unter großen Widerständen zum Sexualtherapeuten und meistens auch erst dann, wenn´s eh zu spät ist. Die Hürden in diesem Bereich sind noch riesengroß, und ich verstehe es als meine Mission, das zu ändern! Hey Leute, zu mir könnt ihr kommen BEVOR es kriselt … Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch und jedes Paar ein glückliches Sexleben haben kann, und ich werde in Zukunft alle, die das wollen, dabei unterstützen.

In diesem Sinne freue ich mich, viele von euch auf meinem ersten Tages-Seminar „Happy F*cking“ am 7. März oder 18 April zu treffen. Jeder, der sich mit dem Stichwort „Newsletter“ anmeldet, bekommt von mir 10% Rabatt auf die erste Teilnahme!  Infos und Anmeldung unter
/akademie oder direkt HIER
Und wem ein Seminar zu öffentlich ist, ich biete auch „Happy F*cking“ Einzelsitzungen für Paare und Singles an. Schreibt mir direkt für ein persönlniches Angebot welcome@susannewendel.de

Alle weiteren Termine für Seminare, Lesungen und öffentliche Vorträge auf meiner Website: /events oder weiter unten.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden und freue mich über Kommentare.

Wünsche eine wunderbare Rest-Woche und sende herzliche Grüße
Susanne

P.S. dieses Bild ist beim „Liebes-Leben“- Kongress in Zürich im letzten Jahr entstanden, wo ich vor einem tollen und sehr wertschätzenden Publikum einige Sex-Geheimnisse ausgepackt und meine ganz persönliche Beziehungsgeschichte erzählt habe. Das war SEHR genial!